PSYCHOSOMATISCHE BESCHWERDEN


Frauenärzte begleiten Frauen in wichtigen Lebensphasen. Pubertät, Familienplanung, Schwangerschaft, Geburt und Wechseljahre sind entscheidende Erfahrungen im Leben von Frauen. Gerade in diesen Zeiten des Umbruchs suchen sie medizinische, psychologische und emotionale Unterstützung.

Die Tätigkeit des Frauenarztes bezieht sich auf Körperteile und Organe, die für die Intimsphäre einer Frau, ihr Selbstbild, ihre Sexualität sowie ihre Paarbeziehung von unmittelbarer Bedeutung sind. Dies erfordert vom Arzt ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen.

Ebenso wichtig ist das Wissen über körperliche und seelische Wechselwirkungen. Die psychosomatische Medizin betrachtet Körper und Seele als Ganzes.

Zahlreiche Krankheiten in der Frauenheilkunde haben psychosomatischen Charakter.

Schwere Erkrankungen, wie zum Beispiel Krebserkrankungen, erfordern immer auch eine psychosomatische Begleitung der ärztlichen Therapie, dies wird heute auch unter dem Begriff der Psychoonkologie zusammengefasst.

Psychosomatik ist nicht gleichzusetzen mit psychischer Erkrankung oder dass mit einem Menschen psychisch etwas nicht stimmt.

Vielmehr ist sie Ausdruck dafür, dass das psychische und das körperliche Wohlbefinden eines Menschen eng aneinander gekoppelt sind.

So versteht sich von selbst, dass in jede ärztliche Behandlung das individuelle psychische Befinden mit einbezogen werden muss. Im Zentrum des ärztlichen Bemühens steht das sensible Beziehungsgefüge von Körper, Seele und Umwelt. Für die medizinische Diagnose gehört deshalb das partnerschaftlich angelegte Gespräch zwischen Arzt und Patientin an oberste Stelle.

Wir bilden uns in Psychosomatik-Kursen und Wochenendseminaren laufend fort und haben so Methoden der Gesprächsführung erlernt, die im gegenseitigen Miteinander den Behandlungserfolg zusätzlich positiv verstärken. Wir haben uns außerdem zur Aufgabe gemacht, diesem Aspekt der ärztlichen Behandlung ausreichend Zeit durch entsprechende Terminvergabe einzuräumen.