UNTERBAUCHSCHMERZEN


Das häufigste Symptom in der gynäkologischen Praxis sind Unterbauchschmerzen. Dahinter können sich die unterschiedlichsten Erkrankungen verbergen. Neben Erkrankungen der „klassischen“ gynäkologischen Organe wie Gebärmutter, Eileiter, Eierstöcke müssen auch Nachbarorgane wie Harnblase, Harnleiter, Nieren, der Darm, die Wirbelsäule, der Leistenkanal sowie die knöchernen Strukturen des Beckens in die differentialdiagnostische Abklärung miteinbezogen werden.

Neben einer sorgfältigen Anamneseerhebung sind wichtige, diagnostische Maßnahmen die Tastuntersuchung, die Spiegeleinstellung, die rektale Untersuchung, Eigen- und Fremdlabor sowie die vaginale und abdominale Ultraschall- und Doppleruntersuchung.

Gelegentlich ist es auch erforderlich, konsiliarisch Kollegen unterschiedlicher Fachbereiche, z. B. Radiologen, Orthopäden, Chirurgen, Internisten, Urologen oder Proktologen, hinzuzuziehen. 

Alle oben genannten Maßnahmen ermöglichen es uns, das Beschwerdebild einzugrenzen und eine Diagnose zu stellen. Unser Ziel ist es, rasch zu einer Diagnose zu kommen und dabei Patientinnen, die einer konservativen Therapie bedürfen, von Patientinnen, die einer operativen Therapie zugeführt werden müssen, abzugrenzen.