EMPFÄNGNISVERHÜTUNG


Eine moderne Empfängnisverhütung sollte sicher, einfach in der Handhabung und verträglich sein. Dabei werden hormonelle, mechanische, chemische und natürliche Methoden sowie die Sterilisation unterschieden.

Um die Sicherheit dieser Methoden miteinander vergleichen zu können, wurde der Pearl Index geschaffen.

Der Pearl Index ist eine Zahl, sie zeigt wie viele von 100 Anwenderinnen einer bestimmten Methode in einem Jahr schwanger werden.

Also Pearl Index = 1 bedeutet: Von 100 Anwenderinnen wird pro Jahr eine schwanger. Daraus folgt, je niedriger der Pearl Index, desto sicherer die Methode.

Manchmal wird der Pearl Index auch als Spanne angegeben, z.B. Pearl Index 0,1 – 1.
Dies bedeutet, wenn die Methode vorschriftsmäßig angewendet würde, gäbe es nur eine Schwangerschaft pro 1000 Frauen und Jahr. Tatsächlich aber werden 10 von 1000 schwanger. Je größer also die Spanne, desto schwieriger ist die Handhabung dieser Methode.

Anders ausgedrückt, ist die Spanne gering, sind Anwenderfehler selten.



Die Verhütungsmethoden lassen sich in folgende Untergruppen einteilen:

Hormonelle Verhütungsmethoden
Diese Methoden weisen eine hohe bis sehr hohe Sicherheit auf, haben also einen niedrigen Pearl-Index.

Mechanische Verhütungsmittel
Mechanische Verhütungsmittel werden so genannt, weil sie für die Spermien eine Barriere bilden, die dafür sorgt, dass die Spermien nicht zu einer befruchtungsfähigen Eizelle gelangen können.

Natürliche Verhütung
Die natürliche Verhütung kommt ohne Hormone, chemische oder mechanische Hilfsmittel aus. Mit verschiedenen Methoden werden die fruchtbaren Tage der Frau berechnet. 

Sterilisation
Operativer Eingriffe

Chemische Verhütungsmethoden
Gels, Salben, Schaum oder Zäpfchen mit spermizider (samenabtötender) Wirkung.


Diese Zusammenstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie kann das ärztliche Beratungsgespräch nicht ersetzen. Wir haben uns bei allen Angaben an die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie angelehnt sowie Informationen aus Büchern über natürliche Familienplanung und eigene Erfahrungen einfließen lassen. Trotzdem kann für die Richtigkeit keine Garantie übernommen werden.